Geschichte des Eiffelturm in Paris

Das Wahrzeichen von FrankreichDer eindrucksvolle Eiffelturm in Paris wurde in knapp über zwei Jahren von Gustave Eiffel, bzw. von seiner Firma Gustave Eiffel & Ci erbaut. Der Grund dafür war ein Auftrag anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der französischen Revolution. Nun denken sicherlich nicht wenige Menschen, dass es Gustave Eiffel war der den Eiffelturm auch konzipiert hat, dem war jedoch nicht so, es war nämlich  ein Schweizer Architekt namens Stephen Sauvestre der dies tat. Es war aber auch nicht Stephen Sauvestre der die ersten Entwürfe erschuf ,sondern der französische Ingenieur Maurice Koechlin in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Emile Nouguier. Der Eiffelturm erschien so eindrucksvoll, dass man es schafft, alleine mit den Besuchern die im ersten Jahr den Eiffelturm besichtigten die Baukosten fast wieder einzunehmen, um genau zu sein waren es 3/4 der Kosten die man in dieser kurzen Zeit einnahm. Was für die damalige Zeit ungewöhnlich war ist die Tatsache, dass beim Bau des Eiffelturms kein Mensch ums Leben kam. Damals waren die Sicherheitsvorschriften nicht so streng wie man sie heute kennt, daher kann man hier schon fast von einem kleinen Wunder sprechen.

Die Aussicht vom Eiffelturm

Einst das höchste Gebäude der WeltWenn man vom Eiffelturm erzählt, dann muss man auch die Aussichtsplattformen erwähnen. Diese sind nämlich für die Öffentlichkeit, also für normale Besucher zugänglich und befinden sich jeweils auf 57 Metern, 115 Metern, sowie 276 Metern Höhe. Schon als der Eiffelturm vor über 100 Jahren eröffnet wurde, gab es zwei hydraulisch betriebene Doppeldeckeraufzüge, die dafür sorgten, dass bis zu 50 Menschen sicher nach oben und natürlich auch wieder nach unten gelangen konnten. Für die Aufzüge wurden hydraulische Pressen benötigt, diese hat man in die 16 Säulen des Eiffelturms eingebaut. Wenn man vom Nordpfeiler aus in die zweite Etage wollte, dann konnte man dies mit Hilfe eines Otis Aufzugs tun. Zu den ersten beiden Aussichtsplattformen konnte man mit mit Hilfe dreier Fahrstuhlgondeln gelangen, dort angekommen war es möglich in Restaurants zu essen. Was man heute noch in der ersten Etage des Eiffelturms findet ist eine Ausstellung zum Eiffelturm, hier kann man sich genauestens über seine interessante Geschichte informieren. Was noch noch auf dieser Etage findet, sind die Gravuren von insgesamt 72 verschiedenen Wissenschaftlern. Ohne diese Wissenschaftler wäre der aufwendige Bau des Eiffelturms nicht möglich gewesen, daher sollten sie geehrt werden indem man sie namentlich mit einer Gravur verewigte.

Daten und Fakten zum Eiffelturm

Der Eiffelturm war vom Jahr 1889 bis zum Jahr 1930 mit 300 Metern das höchste von Menschen erschaffene Bauwerk. Zusammen mit der Antenne sind es sogar 324 Meter. Bis dahin war es das Washington Monument mit einer Höhe von 169,3 Metern das höchste Bauwerk der Welt. Im Jahr 1931 gab es jedoch ein neues Gebäude das den Eiffelturm übertrumpfe und zwar das Empire State Building, welches inklusive Antenne ganze 449 Meter in die Luft ragte. Im Jahr 1958 war es das Tokyo Tower welches mit 332 Metern den ersten Platz der höchsten Gebäude der Welt einnahm. Dieser zwar zwar kleiner als das Empire State Building, jedoch nur, wenn man die doch recht hohe Antenne des Empire State Building berücksichtigt. Eigentlich wollte man damals den Eiffelturm nur 20 Jahre stehen lassen, zumindest gab es nur für diesen Zeitraum eine Genehmigung. Es war sogar schon geplant ihn im Jahr 1909 wieder abzureißen. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Eiffelturm wichtig für die Kommunikation war. so war es der Eiffelturm der die erste transatlantische Funkverbindung ermöglichte. Somit gehörten die Pläne diesen wunderschönen Turm abzureißen der Vergangenheit an.

Das Streichen des Eiffelturms

Was kaum jemand weiß ist, dass der Eiffelturm regelmäßig, um genau zu sein alle sieben Jahre mit neuer Farbe bestrichen werden muss. Da man ganze 200.000 Quadratmeter Fläche mit Farbe bedecken muss, sind es ganze 60 Tonnen Farbe die man dafür benötigt. Diese Menge kann man natürlich nicht mal eben im Baumarkt um die Ecke kaufen und diese Arbeit kann auch nicht mal eben von einem Maler durchgeführt werden. Es werden mindestens 25 Maler benötigt, die diese Arbeit durchführen und wie man sich denken kann, müssen diese auch absolut schwindelfrei sein, ansonsten kann es sehr gefährlich werden. Diese Arbeit ist nicht an einem Wochenende erledigt, sondern dauert über ein Jahr, ganze 18 Monate um genau zu sein. Während die Farbe des Turms heute einen Bronzeton aufweist, hatte dieser früher zuerst eine ockergelbe und dann kastanienbraune Farbe. Der Turm hat nicht etwa durchgehend die gleichen Farbschattierungen, es ist so, dass die Spitze des Turms einen helleren Ton besitzt als der Boden

Der Eiffelturm bei Nacht

Sehenswürdigkeiten in FrankreichBesonders nachts erstrahlt der Eiffelturm sein Antlitz in die Welt und das sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht nur von innen, sondern auch von außen wird der Eiffelturm angestrahlt und auf der Turmspitze rotiert ein Strahler der so hell ist, dass man ihn in ganz Paris sehen kann. Darüber hinaus kann man nachts zu jeder vollen Stunde einen Glitzereffekt am Eiffelturm beobachten, welcher durch schnell, abwechselnd blinkende Lampen erzeugt wird und für ca. fünf Minuten anhält. Jeder der Nachts in Paris spazieren war, hat dies schon einmal beobachten können. Ab und zu wird auch mittels Leuchtschriftzüge geworben oder auf wichtige Ereignisse hingewiesen. Bei der Jahrtausendwende erstrahle die Zahl 2000 oberen Abschnitt des Eiffelturms. Rein theoretisch müssten Sie Gebühren an die Société Nouvelle d’Exploitation de la Tour Eiffel (SNTE) zahlen, wenn sie den Eiffelturm nachts fotografieren. Das liegt daran, dass die nachts zu sehende Beleuchtung des Turms einen urheberrechtlichen Schutz genießt. Man kann jedoch davon ausgehen das nichts schlimmeres passiert, wenn man diese Bestimmung ignoriert. Zumindest ist mir nicht bekannt, das jemand aufgrund eines nächtlichen Fotos Ärger bekommen hätte oder Gebühren zahlen musste.

Der Eiffelturm und die Selbstmörder

Es gab inzwischen so viele Selbstmörder die den Eiffelturm sozusagen als Sprungschanze in den Tot nutzen, dass man dies hier erwähnen sollte. Bis heute waren es fast 500 Menschen die auf diesem Wege in den Tod stürzten. Um es den Selbstmördern nicht all zu einfach zu machen, hat man sämtliche Ausgänge, sowie auch die Aussichtsplattformen mit Gittern versehen. Trotzdem finden, wenn auch nur selten, immer noch Menschen einen Weg vom Eiffelturm zu springen. Traurig aber leider wahr das diese Sehenswürdigkeit in Frankreich auch diesen Rekord hält